Jörg Fauser

Rohstoff

1968  Berlin  Frankfurt  Hausbesetzer  Istanbul  Roman

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€ 19,90


sofort lieferbar

Alexander Verlag
2008, Auflage 4, 304 Seiten, 19,4 x 12,8 cm, mit Schutzumschlag, mit einem Gespräch mit der Lektorin Hanna Siehr und einem Gespräch zwischen Jörg Fauser, Hellmuth Karasek und Jürgen Tomm
Herausgeber: Alexander Wewerka

Nachwort: Benjamin von Stuckrad-Barre
ISBN: 978-3-895811-14-2

Das Sommerbuch 2008 bei TUBUK DELUXE

»Roher Stoff, unbehauen, unverstellt, echt. Leben ist Erleben. Leben ist Schreiben. Wann vorher, wann nachher hat ein Schriftsteller eine ähnlich euphorische Wirklichkeits-, eine ähnlich existentielle Schreibposition vertreten? Jörg Fauser war vierzig Jahre alt, als sein autobiographischer Roman Rohstoff erschien. Drei Jahre später war er tot. Gut, daß er es vorher aufgeschrieben hat, sein Leben, in diesem großen Buch über sein Alter ego, Harry Gelb.
Alles selbst erlebt, selbst gelebt, den unendlichen Drogenrausch am Bosporus, die Selbstheilung nach Burroughs' Vorbild mit der Antidroge Apomorphin. Und die Reise dann zurück nach Frankfurt, ins ›Milieu‹, in die Heimat. (…) Das Leben als Anarchist in den Kommunen von Berlin. Und der Haß, der Haß auf das Kultur-Establishment, die ganze lebensverdrängende, wirkliche westdeutsche Gegenwart von 1968: Dieser deutsche Brei, diese klebrige Soße schmeckte so schlecht, weil sie zubereitet war aus den Rückständen politischer Krankheiten, aus den überlebten Doktrinen des Jahrhunderts, und angereichert mit den politischen Modebegriffen der jeweiligen Saison.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, »Die wirkungsvollsten deutschen Bücher der letzten 20 Jahre«

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Alexander Verlag
2004, Auflage 1, 105 Min., 13,8 x 11,6 cm, mit CD

Sprecher: Benjamin von Stuckrad-Barre
ISBN: 978-3-895811-32-6

"Fauser schert sich einen Dreck um literarische Konventionen, die Genres verschmelzen - Krimi, Tagebuch, Roman, Märchen -, und so wird alles eins, ein großartiges Buch nämlich."
Benjamin von Stuckrad-Barre

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Geht so. Vielleicht liegt es an den Lobeshymnen, die mich dann doch etwas zu sehr angespitzt hatten, ich war auf jeden Fall nicht komplett begeistert, obschon es wirklich tolle Szenen gibt in dem Buch. Aber als Roman finde ich das Ganze nicht so überzeugend. Ich hab gelächelt, ich hab bewundert, aber ich war nie wirklich baff oder aufgeregt beim Lesen.  31.07.08

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Der Bund
Regula Fuchs

In kurzen Kapiteln skizziert Fauser die irrlichternde Karriere eines Antihelden, der überall auf der Schwelle stehen bleibt und nicht eintritt in die geregelten Systeme der Arbeitswelt oder der Kulturszene. Seine Zeitkritik äussert Fauser nicht als überlegener Diagnostiker, sondern kleidet sie in messerscharf beobachtete, oft liebevoll ironisierte Milieuschilderungen – die Verhältnisse in den zimmerpflanzenbestückten Büros der Bundesbank ebenso wie jene im verrauchten Halbdämmer der Stammkneipe.

PROFIL
Wolfgang Paterno

ROHSTOFF ist Fausers bester Roman. Das autobiografische Zeugnis, in dessen Mittelpunkt Fausers Alter Ego Harry Gelb steckt, ist Zeitdokument, drastische Lebensbeschreibung und ein Porträt der Underdogs der sechziger und siebziger Jahre

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